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Politische Entwicklung für Heilmittelerbringer

Wer in den letzten Monaten ein wenig die Politik verfolgt hat, konnte vermuten und auch hoffen, dass sich für uns etwas ändert.

Die Kampagne „Therapeuten am Limit“ hat hier sehr sicher einen großen Beitrag geleistet.

 

Es gab ein Eckpunktepapier, in dem alles gelistet wurde, was sich ändern soll. Daraus wurde jetzt ein entsprechendes Gesetz (Terminservice- und Versorgungsgesetz -> TSVG), wobei aber, wie erwartet, nicht alles aufgenommen wurde.

Was es nicht in das Gesetz geschafft hat, könnt ihr jetzt gerne nachlesen:

  • Ausbildungsvergütung
  • Abschaffung des Schulgeldes
  • Abschaffung der Inkassopflicht der Rezeptgebühr durch die Therapeuten
  • Abschaffung der Rezept-Prüfpflicht für die Therapeuten
  • das Modellvorhaben für den Direktzugang (DA)

 Was aber spannend ist, sind die Dinge, die es in das Gesetz geschafft haben:

  • bundesweit einheitliche Preise für alle Heilmittelerbringer ab dem 01.07.2019 (war vorher von jedem Bundesland alleine geregelt worden und führte zu deutlichen Preisunterschieden)
  • bis zum 15.11.2019 wird eine staatliche Schiedsstelle eingerichtet (vorher haben die Krankenkassen durch ihre enorme Finanzkraft jedes Verbandsvorhaben unnötig in die Länge gezogen, bis die Verbände es finanziell nicht mehr schaffen konnten), dies führt zu schnelleren und vielleicht auch angenehmeren Entscheidungen für alle Heilmittelerbringer
  • ab dem 01.07.2020 wird es einheitliche Rahmenverträge geben (bisher hat dies jedes Bundesland und dort jede Kasse einzeln für sich gemacht und manche haben sich mit anderen zusammengeschlossen und wider andere haben Sonderverfahren gehabt à also war es ein heilloses Durcheinander)
  • ab dem 15.11.2020 kommt die Blanko-Verordnung in der Regelversorgung, wie genau diese dann wo gilt und was es zu beachten gibt, steht noch nicht fest und wird sicher spannend werden

Hier noch der Link vom Bundesgesundheitsministerium für alle, die noch mehr wissen wollen:

TSVG Terminservice- und Versogungsgesetz